FCZ Fanclub 1896

JHV und Jahresberichte

Die JHV 2020 findet "nur" elektronisch statt. Dies aufgrund der Corona-Pandemie und den Einschränkungen des Bundes.

 

Jahresbericht des Präsidenten 2019 / 2020

Fanclub-Rückblick

Mit einer seit Jahren konstanten Mitgliederanzahl um die 50 haben wir das 12. Vereinsjahr gut begonnen. Kaum jemand ahnte damals auch nur im geringsten, was im 2020 noch alles auf uns zukommen sollte.  Doch dazu etwas später...
Rückblickend war der wieder durchgeführte Pfingstgrill-Anlass sehr gut besucht, auch wenn dieses Mal das Wetter nicht perfekt war. Für alle, welche sich noch einmal daran erfreuen möchten... die Bilder dazu..
Danach freuten wir uns auf die Sommerferien und natürlich auf die neue FCZ-Saison – wenn auch ohne Derbys smile

Am meistens gut besuchten Stammtisch im Schlachthof vor den FCZ-Heimspielen wurde (aufgrund der sportlichen Situation beim Stadtclub) Cheftrainer Ludovic Magnin immer mehr zum Thema (siehe sportlicher Teil). Zwischenzeitlich freute man sich mehr auf das gesellige Zusammensitzen am Stammtisch, als auf das danach Gebotene im Stadion.


Selbstverständlich folgte im Herbst auch wieder unser Ausflug nach Dändlikon zum Bierfritz. Es war wie immer sehr gemütlich und ging amüsant zu und her. Wer tatsächlich noch nie beim Bierfritz mit dabei war, sollte dies unbedingt mal nachholen. Welcher Fussball-Fanclub hat schon einen Bierbrauer unter seinen Mitgliedern? Und was für Biere! Bilder dazu...

Im November kegelten wir wieder einmal um die Wette. Im gemütlichen Restaurant zum Bachtel, am Fusse des gleichnamigen Hügels, gewann Marcel Abegg verdientermassen den Pokal (siehe Bericht auf der Page).
Nach mehreren Anläufen konnte im Dezember 2019 endlich einmal das Fanclub-Jassen durchgeführt werden. Mit fünf Jassern war es zwar auch nicht sonderlichen gut besucht, aber immerhin konnte gespielt werden. Organisator Flo gewann das Jassen, welches im Schlachthof stattfand. Interessant auch deshalb, da wir ausserhalb der Saison mal in den Genuss der gesamten Speisekarte kamen. Während den Spielen sind wir ja immer nur der Matchkarte ausgeliefert, welche meiner Meinung nach mal eine kreative Auffrischung nötig hätte...

Sicher auch ein Grund, warum wir erwägen, das Neujahrsessen mal an einem anderen Ort abzuhalten – sicher nicht wegen „Hänse“! Einige tolle Restaurants im Kanton Zürich oder in der Stadt selber kommen dafür in Frage. Natürlich werden wir bei der Wahl auf eine gute Verbindung mit dem ÖV achten.

Eine Fussballreise nach Hamburg wurde ebenfalls wieder angeboten (merci Flo!). Leider war die Resonanz nicht sehr gross, was aber auch mit dem erst sehr spät definierten Spieltag zusammenhing – zunächst. Wegen der Corona-Krise wurde logischerweise dieser Event hinfällig.

Es freut mich, dass vermehrt Fanclub-Mitglieder an den „swim4life“ Anlässen anzutreffen sind – sei es als Zuschauer oder sogar als aktive Teilnehmer. Eine tolle Sache, die da „Löi“ ins Leben gerufen hat. Eine Doppelmitgliedschaft „1896-Swim4Life“ ist übrigens erlaubt. smile

Durch unsere Präsenz an diesen Events lassen wir den oft negativ befallenen Ruf des Fussballfans zudem in einem anderen Licht erscheinen, was ich als sehr wichtig  erachte. Just in dem Moment, als ich meinen Jahresbericht beenden wollte, sind „Löi“ und Jasmina glückliche Eltern einer Tochter geworden – herzliche Gratulation zu Alina Mia! Anmerkung der Redaktion: Drei Tage später wäre der 13.Mai gewesen... klingelts?

Es scheint schon fast selbstverständlich, dass unsere Homepage reibungslos funktioniert. Dem ist nicht so. Nur dank der permanenten zeitintensiven Arbeit von Flo können wir euch und der Welt diese tolle Website zur Verfügung stellen. Ich besuche unsere Page fast täglich, wäre schön, wenn auch ihr euch dort vermehrt verweilt... Einmal mehr: „Vielen Dank Flo!“

Die geplante Jahreshauptversammlung auf Ende Mai mussten wir zwangsläufig absagen. Da im Vorstand jedoch fast alles unverändert bleibt, spielte dies nicht eine so grosse Rolle. Der Vorstand wird sich geschlossen für ein weiteres Jahr zur Wahl stellen, die tiefen Mitgliederbeiträge werden gleich bleiben und an der bewährten Form der Saisonkarten-Vergabe halten wir ebenfalls fest.

Jedoch freut es mich, dass wir mit einem brandneuen Fanclub-Artikel aufwarten können – ein Fanclub-Hoodie! Nebst den äusserst beliebten Poloshirts eine weitere Augenweide in hochstehender Qualität.

 

Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil

Leider war die Anfangseuphorie nach dem schlechten Saisonstart rasch verflogen. Der FCZ verlor zuhause gegen Lugano mit 0:4, spielte in Luzern 0:0 und verlor in Sion mit 1:3. Damit musste gegen Xamax unbedingt ein Sieg her! Der FCZ spielte 2:2 – der Trainer blieb. Es schien danach fast so, als ob Ludo immer im richtigen Moment „gewinnen“ konnte, um seinen Kopf zu retten. Man schlug danach nämlich St.Gallen mit 2:1 und „alles“ war wieder gut. Ja, die Spiele waren extrem unterschiedlich: Der FCZ verlor dreimal mit 0:4 (zweimal gegen YB und in Basel) schlug dann aber Thun und siegte in Genf beim überraschenden Aufsteiger Servette mit 1:0.  Es kam noch besser, der FCZ besiegte den FC Basel zuhause mit 3:2, was in meinen Augen damals immer noch der positive „Turningpoint“ war. Man ging danach im Cup in Bern zwar wieder mit 0:4 unter, siegte aber inkl. dem erwähnten Baselspiel sechsmal in sieben Spielen. Die einzige Niederlage war zuhause ein 0:5(!) gegen Servette – eben; auf und ab...

Durch diese Siegesserie überwinterte der FCZ auf dem vierten Tabellenplatz, fünf Punkte hinter „Europa“ und auch nur deren acht hinter dem Leader aus Bern. Sollte man ähnlich gut aus den Startlöchern kommen, dann läge nach ganz vorne sogar noch einiges drin... läge.
Etwas erstaunlich, dass man in der Winterpause – anstelle von schlagkräftigen Zuzügen – mit Cheftrainer Ludovic Magnin um weitere zwei Jahre vorzeitig verlängerte. Die Idee dahinter war sicher, dass der Trainer in Ruhe arbeiten kann, umgekehrt hätte man aber auch die ersten Spiele der Rückrunde abwarten und analysieren können, um dann weiter zu entscheiden.

Der FCZ startete grauenhaft in die Rückrunde: Man verlor zuhause gegen Luzern mit 2:3, spielte in Sion 1:1 und ging daheim gegen Basel 0:4 unter. Unglaublich, wie nicht-präsent der FCZ jeweils zu Spielbeginn war. Danach ging es nach Genf, zum frei aufspielenden Aufsteiger Servette. Der FCZ verlor auch dort gleich mit 1:4 – traurig, der FCZ ist die Schiessbude der Liga! In 22 Spielen kassierte man 44 Gegentore!
Der Trainer durfte weiter wursteln...
Als nächstes gastierte Neuenburg Xamax im Letzigrund. Ein wegweisendes Spiel – auch für den Trainer? Bei einer Niederlage müsste man sich wohl nicht nur die Europacup-Plätze abschminken, nein sogar auch in Richtung Barrage-Platz aufpassen. Wahnsinn, hatte man doch in der Winterpause noch deren 16 Punkte Vorsprung auf den besagten vorletzten Rang. Es lief auf ein bescheidenes 1:1 heraus, was beiden Teams nicht wirklich weiterhalf – und dann kam der Corona-Virus!

Übertriebene versus weitsichtige Massnahmen in der Schweiz. Der Bundesrat verbot sämtliche Grossanlässe (OK, GCN würde es nicht gross betreffen wink ) vorerst bis Mitte März. In der Bundesliga wurde munter weiter gekickt. Es stellte sich berechtigt die Frage, warum wir Schweizer wieder mal übervorsichtig reagierten? Oder aber ob Deutschland den Virus völlig unterschätzte? Es war rasch absehbar, dass das verhängte Verbot verlängert würde – katastrophal für viele Vereine. Hockeyplayoffs als Geisterspiele?! Horrorszenario für jeden Hockeyfan. Und sportlich? Gibt es einen Meister bzw. Absteiger? Fragen über Fragen. Aus persönlicher Sicht hätte man zu diesem Zeitpunkt sämtliche Wettbewerbe stoppen können: St.Gallen wäre Meister und GCN bliebe zweitklassig. Nein logisch, dass dies sportlich gesehen nicht fair gewesen wäre. Im Eishockey entschied man sich, die Saison per sofort zu beenden – ohne einen Meister zu erküren sowie ohne Auf-Absteiger. Glück gehabt SCB!

Es kam weltweit noch viel schlimmer. Unsere kleinen, sportlichen Sorgen wurden wohl überall viel wichtigeren Dingen untergeordnet. Fast täglich änderten sich die Massnahmen, da auch die Infektionszahlen rasant anstiegen. Die Welt, Europa und die Schweiz stand still...


Ihr konntet selber die Nachrichten und TV-Spezialsendungen zum Corona-Virus mitverfolgen, darum möchte ich hier nicht mehr weiter ausführen. Ich hoffe jedoch sehr, dass es euch und euren Lieben allen gut geht und dass wir bald wieder einem gewohnten Alltag – wenn auch etwas anders und sensibilisierter – nachgehen können.

Mein sportlicher Vorschlag für die Fussballschweiz, da das Virusproblem sich wohl weniger rasch entschärft: Im Herbst die Rückrunde angehen und bis Frühling zu Ende spielen. Dann hätte die Fussballsaison für einmal zwei Jahre gedauert (2019-2021). Man entschied dann, die Saison in der Schweiz, wie auch in vielen anderen Ländern, fortzusetzen. Zunächst natürlich mit Geisterspielen.  Gespannt sein darf man, welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Krise auf die Proficlubs haben wird? Ancillo Canepa sprach von einem möglichen finanziellen Desaster, ja nahm sogar das Wort „Konkurs“ in den Mund. Andererseits würde es dann wohl weit mehr als die halbe Liga treffen, was ich mir kaum vorstellen kann. Sicherlich müssen wohl hie und da wieder etwas kleinere Brötchen gebacken werden und noch mehr auf junge Talente gesetzt werden.

Auch ohne Corona-Break hier noch ein paar Zeilen zum FCZ.

Bei FCZ scheint man seit Jahren die gleichen Fehler zu begehen. Man testet oft gegen zweitklassige Teams und überbewertet dann diese Resultate bzw. Auftritte der Spieler. Seit Jahren vermerke ich in meinem Jahresbericht, dass ein gesunder Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Routiniers wegweisend sind. Der FCZ baut zwar junge Spieler ein, doch entweder werden diese verheizt, heben nach einem guten Spiel gleich ab oder aber dürfen nur sporadisch ran, was zu einer grossen Unsicherheit führt. Und wirst du endlich mal aufgeboten, ist der Druck des Spielers auch auf den Rängen fast spürbar. Mir fehlen zwei gestandene Spieler auf jeder Position, um endlich mehr Stabilität in die Mannschaft zu bringen. Das bringt zwar Investitionen mit sich, aber in der Vergangenheit wurden die Gelder zum Teil fast schon fahrlässig ausgegeben (Popovic, Ceesay...)

Ausblickend bin ich froh, dass der SFV bzw. die Clubverantwortlichen sich gegen eine Aufstockung der Schweizer Liga ausgesprochen haben. Unsere Liga ist spannend genug. St.Gallen zeigt, dass es durchaus möglich ist, mit den zwei „Grossen“ aus Bern und Basel mitzuhalten. Dies sollte uns FCZ-lern doch Mut machen?!


In diesem Sinne weiterhin alles Gute und gute Gesundheit.

 

Mai 2020

Der Präsident
Roger Charbon

 

Jahresbericht des Präsidenten 2018 / 2019

Fanclub-Rückblick

Das elfte Vereinsjahr war wiederum geprägt von diversen facettenreichen Events. Wir starteten traditionsgemäss beim Bierfritz. Nach der eher tristen Angelegenheit vom Vorjahr (Todesfall) war die Ausgabe 2018 eine, die sicherlich allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird:
FCZ-Cheftrainer Ludovic Magnin wartete mit einem (für die Mitglieder überraschenden) Besuch auf. Ludo hatte keinerlei Berührungsängste – wir durften ihn mit Fragen löchern und er erfüllte sämtliche Autogramm- und Fotowünsche mit viel Geduld und Wertschätzung für unsere Fanherzen.
Impressionen vom durchwegs positiven Anlass sind immer noch auf unserer Homepage aufgeschaltet – schöne Erinnerungen, für alle, die dem Event beiwohnten.

Das November-Kegeln fand wieder in Zürich statt. Nach einer genüsslichen Stärkung beim Italiener ging es in eine der letzten Kegelanlagen der Schweiz – beim Schreiben dieser Zeilen ist leider auch dieses Kegel-Center nur noch Geschichte. Heutzutage rentiert dies im teuren Zürich nicht mehr, zumal sich die Interessen der Gesellschaft in den letzten Jahren stark gewandelt haben bzw. das Unterhaltungsangebot unglaublich breit gesät ist. Gestandene Kegler sind in der Regel auch eher ältere Semester...
Charbi gewann hauchdünn vor Marcel Abegg und Adi Mahler. Der Sieger durfte den (insgesamt zweiten) Wanderpokal nach seinem fünften Erfolg behalten – der neue Wanderpokal steht schon bereit – ein Bijou. Also schaut, dass ihr beim November-Kegeln (dieses Mal wieder im Oberland) mit dabei seid.
Leider mussten wir das geplante Jassen in letzter Minute absagen.
Von zunächst sieben angemeldeten Personen (wir hofften lange, dass sich noch eine achte finden würde) sagten der Reihe nach – vorbildlich nach Whats-Up-Manier – vier Mitspieler ab! Tragisch, aber wahr. Zu dritt lässt sich nun mal kein klassischer Schieber spielen. Es bleibt zu hoffen, dass sich im 2019 zumindest vier Spieler finden werden.

Kurz vor Beginn der Rückrunde hielten wir im Schlachthof unser Neujahrsessen ab. Der Anlass erfreute sich reger Teilnahme und unser Fanclub-Mitglied „Hänse“ bediente uns wie immer in speditiver und freundlicher Weise. Mittlerweile kennt Hänse auch schon (fast) alle unsere kulinarischen Vorlieben, so dass die entsprechenden Getränke meist ohne Bestellung bei unserem Eintreffen gleich von ihm serviert werden – vielen Dank Hänse!

Nachdem wir im letzten Vereinsjahr den Pfingstgrill ausgelassen haben, werden wir diesen gesellschaftlichen Anlass eine Woche nach der JHV an Pfingsten wieder durchführen. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und auf tolles Wetter.

Martin Egger verlässt uns nach seiner langen Tätigkeit im Vorstand aus primär gesundheitlichen Gründen. Martin wurde 2013 in den Vorstand gewählt und war damit sechs Jahre Vorstandsmitglied, eine beachtliche Amtsdauer für „Freiwilligenarbeit“ in einem Verein. 
Wir danken Martin für sein Engagement und bedauern seinen Abgang. Schön, dass uns Martin weiterhin als Fanclub-Mitglied treu bleiben wird und wir hoffen, dass es sein gesundheitlicher Zustand bald wieder zulässt, sich an den FCZ-Spielen sporadisch zu zeigen.


Der Vorstand hat sich fürs kommende Amtsjahr länger überlegt, ob und wie man den bereits angekündigten Abgang von Martin Egger angehen will. Die anstehenden Jobs im Vorstand sind gut verteilt und wären auch in reduzierter Form (vier anstelle von fünf) durchaus zu bewältigen gewesen. Nach vielen konstruktiven Gesprächen mit diversen valablen Kandidaten haben wir uns entschieden, die freiwerdende Position neu durch Christoph Aegerter – besser bekannt unter „Löi“ oder „Flipper“ (siehe swim4life.ch) – zu besetzen. Der Vorstand freut sich, mit Löi einen Vollblut-Vereinsmenschen zu gewinnen – herzlich Willkommen.

Ansonsten setzen wir auf Kontinuität: Die Saisonkarten-Vergabe verläuft nach dem gleichen Prinzip wie in den letzten Jahren und wird rege benutzt. Unsere Homepage hebt sich weiterhin von anderen ab – der frische Look ist längst nicht verblasst. Man findet sich rasch auf der Page zurecht und die aktuellsten Events sind jeweils auf der Home-Ansicht.
Für die stetige Aktualisierung und Wartung danken wir Flo recht herzlich.

Für eine kleine Schar gab es noch ein weiteres Highlight. So durften fünf Fanclub-Mitlieder in den Genuss von einem VIP-Heimspiel kommen, da sie sich zuvor für die Stadionabstimmung „Ja zum Fussballstadion!“ stark gemacht hatten und sich an der Flyer-Aktion vom FCZ beteiligten.
Die Abstimmung wurde bekanntlich an der Urne gewonnen, doch wann der Spatenstich schliesslich erfolgen wird, ist eine andere Geschichte...


Rückblick zum FCZ – Sportlicher Teil


Die sportliche Saison des FCZ war lange geprägt von drei Wettbewerben. In der Meisterschaft setzte sich YB rasch ab, so dass man sich mit den Rängen dahinter (formuliertes Ziel: Europa-League) befassen wollte. Leider zeigte der FCZ in der Meisterschaft oft nicht sein Sonntagsgesicht: Viele Spiele waren magere Fussball-Kost, spielerisch wie auch vom Ergebnis her. In der Defensive leider immer noch anfällig, im Mittelfeld zu wenig kreativ und im Sturm ein laues Lüftchen. Nur GCN erzielte noch weniger Tore als der FCZ und auch die vielen Remis brachten uns immer mehr ins tabellarische Mittelfeld.

Im Schweizer Cup (als Titelverteidiger) überzeugte die Mannschaft bis zum Viertelfinal. Dort traft man auf den unterklassigen FC Kriens und hatte viel Glück (Kriens war klar besser!), dass man überhaupt weiterkam.
Ein Konter zum 2:1 für den FCZ stellte die schmeichelhafte Halbfinalqualifikation sicher – was soll‘s, im Cup zählt schliesslich nur das Weiterkommen. Im Halbfinal wartete der wieder erstarkte FC Basel.
Basel holte sich in der Meisterschaft locker den zweiten Platz, deutlich hinter dem alten und neuen Meister aus Bern, aber klar vor dem Dritten. 
Für Zürich also sicher noch bedeutsamer, in den Cupfinal vorzustossen, um sich die Chance auf Europa aufrecht zu erhalten.
Zumindest kam der FCZ in den Genuss eines Heimspiels im alten Klassiker gegen den FCB. Leider agierte der FCZ vor allem in der Offensive zu umständlich, ja schon fast stümperhaft und verpasste durch diese 1:3 Niederlage den erneuten Cupfinal-Einzug. Basel sicherte sich im Cupfinal gegen Thun den Titel „Cupsieger 2019“.


Aufgrund des Cupsieges 2018 gegen YB, war der FCZ direkt für die Gruppenphase der Europa-League qualifiziert. Gespannt und erwartungsfroh sah man der Auslosung entgegen. Leider wurden wir mit eher unbekannten, aber dennoch hartnäckigen Gegnern konfrontiert:
Ludogorets aus Bulgarien, Larnaca aus Zypern und Bayer Leverkusen.
Die Klubführung des FC Zürich gab als Ziel heraus, man wolle im Europacup überwintern. Tatsächlich gelang dies dem FCZ auch und man beendete die Gruppenphase auf dem zweiten Rang, doch wäre auch der Gruppensieg durchaus in Reichweite gewesen. Höhepunkt war sicherlich der Heimsieg gegen den Bundesligisten aus Leverkusen. Der FCZ drehte einen 1:2 Rückstand noch in einen 3:2 Erfolg.

In der Runde der besten 32 Teams traf man auf den SSC Neapel. Die Italiener (hinter Juventus klar die Nummer Zwei) zeigten dem FCZ seine Grenzen auf. Zürich verlor das Hinspiel mit 1:3, nach denkbar schlechtem Start (Brecher-Bock). Somit waren die Aussenseiter-Chancen noch geringer fürs Rückspiel. Dort zeigte man zwar eine ansprechende Leistung, verlor aber dennoch mit 0:2 und schied aus dem Wettbewerb aus.

Wir gratulieren YB zum erneuten souveränen Gewinn der Meisterschaft. Leider kam recht schnell Langeweile auf, was den ersten Platz anbelangte.
Doch auch in anderen Ländern kam diese Saison gähnende Leere auf (Italien, Spanien und Frankreich). Wenigsten waren die Bundesliga wie auch die englische Premier League spannender. In beiden Ligen duellierten sich zwei Teams bis in die letzte Meisterschaftsrunde – wäre schön, wenn dies auch wieder mal in der Schweiz der Fall wäre.


Schadenfreude ist die schönste Freude! Dürfen wir FCZ-Fans uns über das miserable Abschneiden des Stadtrivalen freuen? Ja, dürfen wir!
Der FCZ musste bei seinem damaligen Abstieg (auch schon in den 80er Jahren, aber nicht alle von uns haben dies miterlebt) ebenfalls Spott und Häme von GCN-Anhängern (und anderen) ertragen.
Anstelle der ungeliebten Equipe aus Niederhasli wird nächste Saison der Traditionsverein Servette wieder erstklassig sein – willkommen zurück!

Xamax, als langer Mitkonkurrent für den Abstieg gehandelt, fing plötzlich an zu punkten. Die Neuenburger siegten in Luzern sowie zuhause gegen YB und holten sich so überraschend sechs Punkte. Da GCN zweimal nur Remis spielte, setzten sich die Neuenburger bis auf neun Punkte vom Abstiegsplatz ab – kamen aber plötzlich dem FCZ gefährlich nah!  Da Xamax noch GCN wie auch den FCZ zuhause empfing, könnten im Zürcher-Worst-Case: GCN direkt absteigen, der FCZ in der Barrage auch – was für ein Zürcher Horror-Szenario! Braucht’s da noch ein Zürcher Fussballstadion?

Nach dem enttäuschenden Cup-Out gegen Basel folgte das wichtige Heimspiel gegen den FC Sion. Der FCZ benötigte also dringend die drei Punkte, um nicht noch mehr mit der Barrage konfrontiert zu werden.
Wie bereits erwähnt, musste im Sturm definitiv etwas gehen. Hatte der FCZ doch (inkl. Cupmatch gegen Basel) in den letzten sechs Spielen nur deren mickrige zwei Törchen erzielt (und deren elf erhalten)!
Sion wurde mit 1:0 bezwungen, doch in Basel setzte es bereits die nächste deutliche Niederlage mit 0:3 ab.

So kam es vier Runden vor Schluss zum Showdown in Neuenburg:
Dort lag der FCZ kurz nach der Pause mit 0:1 zurück – alles schien gegen den Stadtclub zu laufen – doch wenn es am nötigsten ist, schlägt der Captain zu! Kevin Rüegg erzielte zwei fast identische Tore zum vielumjubelten 2:1 Auswärtssieg! Damit distanzierte man Xamax, hielt aber die Truppe aus Niederhasli noch (theoretisch) im Rennen. Diese benötigen dann in Luzern jedoch die drei Punkte, lagen aber zur Pause bereits 0:2 hinten und kassierten nach dem Seitenwechsel zwei weitere Tore. Aufgrund dieser Leistung und dem damit besiegelten Abstieg, drehten manche Idioten durch und provozierten einen Spielabbruch (schon wieder!).
Leider ist dies im CH-Fussball bereits zur Unsitte geworden. So stürmten FCZ-Hooligans nach dem damaligen Abstieg die Katakomben des Letzigrund und ein Jahr danach die Lausanner bei ihrem Abstieg.
Ich benenne diese Kriminellen absichtlich nicht mit Fans. Egal welchem Club jemand angehört, solche Handlungen sind nicht nur gefährlich, sondern klare Straftaten, die nun endlich als solche geahndet werden müssen.


Die Stimmung war beim FCZ nach dem Auswärtssieg in Neuenburg erheblich besser (gut gelaunt in Interviews). So trat der FCZ im folgenden  Heimspiel gegen Thun denn auch viel gelöster auf und siegte mit 3:0. Europa war nun plötzlich wieder zum Greifen nah – war, denn im direkten Duell um die begehrten Europacup-Plätze setzte es in Luzern eine bittere 0:3 Niederlage ab.
Im letzten Spiel der Saison empfing man den FC St.Gallen und spielte 1:1. Damit beendete man die Saison auf Rang 7 (44 Pkt.) hinter einem Quartett mit jeweils 46 Punkten – äusserst knappe Angelegenheit. Highlight der Partie (inkl. toller Südkurven-Choreo) war jedoch die Verabschiedung von FCZ-Urgestein Alain Nef.
Vielen Dank Alain für deine langjährige Clubtreue!

Ludovic Magnin stand und steht sicherlich auch in der Kritik. Er bringt zwar immer noch die notwenige Leidenschaft mit, aber taktisch waren seine Entscheidungen oftmals fragwürdig. Zu seiner Entschuldigung muss man aber festhalten, dass die Kaderzusammensetzung nicht einzig und allein seine Entscheidung war, sondern (zu) viele „Sportexperten“ im Spiel waren. Gewisse Transfers waren schwer nachzuvollziehen und gerade im offensiven Bereich hätte ich mir Alternativen gewünscht, die durchaus auf dem Schweizer Mark erhältlich gewesen wären...

 Will der FC Zürich im nächsten Jahr wieder um die ersten Ränge spielen, dann müssen zweifellos gezielte Verstärkungen auf (fast) allen Positionen erfolgen. Es ist anzunehmen, dass der FC Basel nicht ohne weiteres die Vorherrschaft im CH-Fussball preisgegeben hat bzw. alles daran setzen wird, um den Bernern wieder Paroli bieten zu können. Ob der FCZ mit diesen beiden finanzkräftigen Grössen mithalten kann, bleibt abzuwarten – bei allem Optimismus wohl eher nicht.
Den Trainerposten würde ich vorerst beibehalten, also weiterhin an Ludo festhalten. Ich denke, dass ein erneuter Trainerwechsel eher Unruhe bringen würde und der Trainer wieder bei Null beginnen müsste.
Ein herber Verlust ist sicher der Rücktritt von Assistenztrainer René van Eck. Er brachte viel positive Energie auf die Bank, die dem FCZ fehlen wird. Die FCZ-Führung muss nach dieser Saison sicher über die Bücher...

Mai 2019

Der Präsident
Roger Charbon